Veranla­gungs­ver­fü­gung

Importabwicklung Markus Eberhard
Lesezeit 25 min Kommentare 2

Viele Unternehmen stellen sich die Frage, wofür die Veranlagungsverfügung überhaupt benötigt wird. Wir Berater sehen in der Praxis oft, dass diese Belege in den Unternehmen irgendwo in der Buchhaltung landen und zur Seite gelegt werden. Viele Firmen glauben nämlich, dass die Veranlagungsverfügung im Rahmen der Importabwicklung nur ein Beleg für den Vorsteuerabzug darstellt oder dass sie diese in der Exportabwicklung gar nicht brauchen. Leider sind das grosse Irrtümer!

Deshalb erklären wir Ihnen in diesem Beitrag die Bedeutung der Veranlagungsverfügung im Import und Export und wofür sie gebraucht wird. Zudem zeigen wir Ihnen auf, was Sie als Unternehmen mit diesen Belegen überhaupt machen müssen und wo sich Risiken verbergen.

Die Veranlagungsverfügung im Zusammenhang mit dem Zoll wird auch gerne wie folgt genannt:

  • Zollbeleg
  • digitale Zollquittung
  • Importquittung / Exportquittung
  • eVV
  • Verzollungsnachweis
  • Importbeleg / Exportbeleg

Was ist eine Veranla­gungs­ver­fü­gung?

Jedes in der Schweiz registrierte Unternehmen, welches Waren exportiert oder importiert, muss entsprechend eine Ausfuhrzollanmeldung oder Einfuhrzollanmeldung erstellen / erstellen lassen. Ist der Verzollungsprozess abgeschlossen, wird dazu automatisch durch das e-dec System der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) die elektronische Veranlagungsverfügung erstellt. Darin sind im Importverkehr die Zölle, Einfuhrsteuer und allfällige weitere Zollgebühren aufgeführt, die erhoben werden. Die elektronische Veranlagungsverfügung ist also in erster Linie Ihr rechtsgültiger Nachweis für die ordnungsgemässe Verzollung der Waren.

  • Seit dem 1. März 2018 muss die Veranlagungsverfügung Import zwingend in elektronischer Form vom Importeur abgeholt und aufbewahrt werden (eVV Obligatorium).
    Die ausgedruckte Version hat keinerlei Rechtscharakter.
  • Auch für jeden Ausfuhr- / Exportvorgang wird eine Veranlagungsverfügung Ausfuhr benötigt. Die dafür notwendige Zollanmeldung wird entweder vom Exporteur in Form einer Ausfuhrliste erledigt oder der Spediteur / Zolldienstleister erstellt die Ausfuhrdeklaration im e-dec Export Verzollungssystem oder im NCTS (New Computerised Transit System).
    • Die Variante im e-dec Export System muss elektronisch abgeholt und archiviert werden,
    • die Ausfuhrdeklaration im NCTS erhalten Sie in Papierform per Post und muss so aufbewahrt werden.

Weitere Informationen zu diesen beiden Varianten finden Sie unter der Frage: Was ist eine Veranlagungsverfügung Ausfuhr und wozu wird diese benötigt?

Was ist eine Veranla­gungs­ver­fü­gung Import und wozu wird diese benötigt?

Die Veranlagungsverfügung Import besteht normalerweise aus folgenden zwei Verfügungen:

  1. Veranlagungsverfügung Zoll und
  2. Veranlagungsverfügung MWST

Beide Quittungen müssen elektronisch aufbewahrt und archiviert werden. Sie als Importeur müssen also jeweils zwei Dateien je Verfügung abholen (Holschuld des Importeurs) und korrekt archivieren. Das heisst, je Importverzollung müssen Sie insgesamt 4 Dateien (im Normalfall) vorweisen können:

  • elektronische Veranlagungsverfügung Zoll (eVVZ) als XML-Datei
  • elektronische Veranlagungsverfügung Zoll (eVVZ) als PDF-Datei («menschenlesbare Version»)
  • elektronische Veranlagungsverfügung MWST (eVVM) als XML-Datei
  • elektronische Veranlagungsverfügung MWST (eVVM) als PDF-Datei («menschenlesbare Version»)

In gewissen Fällen und Konstellationen (z.B. bei Kleinsendungen) wird nur 1 Typ der Veranlagungsverfügung zur Verfügung gestellt. Das kann entweder nur die VV Zoll oder auch nur die VV MWST sein.

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finesolutions Hinweis

Bitte beachten Sie, dass jeweils nur die eVV als XML-Datei rechtsgültig ist.

Zusätzlich zu diesen Dateien können Sie das Bordereau der Abgaben (eBordereau) abholen, sofern Sie ein eigenes ZAZ Konto besitzen.
Das Bordereau ist eine Zusammenfassung von einem oder mehreren Verzollungsvorgängen, welche auf den Zollkontoinhaber erfasst wurden.

Die «menschenlesbare» eVV (im Importverkehr) sieht als PDF-Datei so aus:

Die Borderau-Nummer ist in der eVVZ in den Kopfdaten ebenfalls vermerkt:

Welche Verfügung wofür benötigt wird, sehen Sie in der nachfolgenden Grafik. Zudem gehen wir in den nachfolgenden Fragen ausführlich auf die einzelnen Punkte ein.

Was ist eine Veranla­gungs­ver­fü­gung Ausfuhr und wozu wird diese benötigt?

Wenn die Ware im e-dec Export angemeldet wurde, besteht die Veranlagungsverfügung Ausfuhr (Export) aus einer Verfügung.
Diese muss vom Exporteur proaktiv abgeholt und elektronisch aufbewahrt / archiviert werden. Sie als Exporteur müssen jeweils zwei Dateien je Verfügung abholen:

  • Elektronische Veranlagungsverfügung Ausfuhr (eVV) als XML-Datei
  • Elektronische Veranlagungsverfügung Ausfuhr (eVV) als PDF-Datei («menschenlesbare» Version)
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finesolutions Hinweis

Bitte beachten Sie, dass auch hier jeweils nur die eVV als XML-Datei rechtsgültig ist.

Die «menschenlesbare» eVV als PDF-Datei sieht so aus:

Wenn die Ausfuhrveranlagung durch den Spediteur / Zolldienstleister über die NCTS-Applikation erstellt wurde, wird die Veranlagungsverfügung Ausfuhr von der EZV in Papierform ausgestellt und Ihnen per Post zugestellt:

In der nachfolgenden Grafik sehen Sie zu den beiden möglichen Ausfuhrbelegen das Wichtigste punktuell aufgeführt.
Auf die einzelnen Punkte gehen wir in den nachfolgenden Fragen ein.

Icon Leinwand mit Grafik
finesolutions Praxisbeispiel

Die Exportrechnung erstellen Sie in der Regel ohne Schweizer Mehrwertsteuer, da die Lieferung von Gegenständen, die direkt ins Ausland transportiert werden, von der Inlandssteuer befreit sind. Im Bestimmungsland (z.B. DE) der Ware zahlt im Verkaufsgeschäft zwischen zwei Parteien grundsätzlich Ihr Kunde die Einfuhrumsatzsteuer.

Sie als steuerpflichtiges Unternehmen müssen die Ausfuhren gegenüber der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) belegen können. Die Veranlagungsverfügung Export (eVV Export) dient dann als Ausfuhrnachweis.

Wie erhalte oder beziehe ich die Veranlagungsverfügung?

Es gibt verschiedene Varianten, wie Sie Ihrer Pflicht nachkommen, die elektronischen Zollquittungen zu erhalten oder zu beziehen:

Option 1: Via Spediteur (Zustellung)

Wenn der Spediteur für Sie die Ausfuhr- oder Einfuhrzollanmeldung erstellt, ist es möglich, mit ihm zu vereinbaren, dass er Ihnen die Veranlagungsverfügungen z.B. per E-Mail zukommen lässt. Dadurch ersparen Sie sich das mühsame Herunterladen der Dateien (siehe nachfolgende Optionen). Diese Variante ist aber mit Kosten verbunden und nicht jeder Spediteur bietet diesen Service an. Zudem müssen Sie als Importeur / Exporteur sicherstellen, dass Sie auch alle Belege für jeden Verzollungsvorgang erhalten.

Option 2: Abholung mit dem Zugangscode GUI (EZV-Webtool)

Jede elektronische Zollanmeldung enthält einen eindeutigen Zugangscode. Der Spediteur, der die Import- oder Exportverzollung in elektronischer Form für Sie vornimmt, sollte Ihnen die Nummer der Zollanmeldung (gleiche Nummer wie Veranlagungsverfügung) und den dazu gehörenden Zugangscode mitteilen.

  • Von Speditionsfirmen erhalten Sie oftmals den Zugangscode per E-Mail mitgeteilt oder sie schicken Ihnen eine Kopie der Verzollung zusammen mit der Transportabrechnung.
  • Bei Kurierdienstleistern oder der Post wird die Zollanmeldungsnummer und der Zugangscode meist auf der Rechnung angegeben:

So können Sie die Zollquittungen dann elektronisch abholen. Dies benötigt keinerlei Registrierung bei der EZV. Wenn Sie wenige Importe / Exporte haben, können Sie die eVV auf diese Art beziehen (Einzelabfragen). Massenabfragen oder Vereinfachungen sind jedoch nicht möglich.
Nachfolgend zeigen wir Ihnen schrittweise, wie Sie die eVV mit Zugangscode herunterladen können:

#1  Zu EZV-Webtool navigieren

Klicken Sie auf den Link der EZV:
https://e-dec-web.ezv.admin.ch/edecZugangscodeGui/

#2  Zugangsdaten eingeben

Geben Sie in der Maske ein:

  • Zollanmeldungsnummer und Zugangscode gemäss den Informationen des Spediteurs oder Kurierdienstleisters
  • Ihre E-Mail-Adresse
  • Sicherheitscode wie dargestellt

Klicken Sie anschliessend auf «Absenden».

#3 Versand­be­stä­ti­gung eVV

Sie erhalten danach folgende Rückmeldung:

In Ihrem Posteingang sollte in der Folge eine E-Mail der EZV mit einer ZIP-Datei im Anhang eingehen:

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Hinweis zu ZIP-Dateien

Falls Sie nach einigen Minuten keine E-Mail erhalten haben, überprüfen Sie bitte Ihren «SPAM-Ordner»: Einige E-Mailprovider sperren E-Mails mit einem ZIP-Anhang und vorsichtige Systemadministratoren Ihrer Firma blockieren diese, da ZIP-Dateien auch gefährliche Inhalte enthalten können.

#4 ZIP-Datei öffnen

In dieser Datei sollten sich für 1 Importvorgang nun insgesamt sechs Dateien (3x eVV Zoll und 3x eVV MWST) bzw. drei für 1 Exportvorgang (3x eVV Ausfuhr) befinden:

Hinweis: Das Zugangscode GUI liefert aktuell auch noch die Signaturprüfungs-Files im XML-Format aus. Diese braucht es aber seit der Verordnungsänderung der Eidgenössischen Steuerverwaltung ESTV seit dem 1. Januar 2018 nicht mehr.

#5 ZIP-Datei entpacken

Speichern Sie die ZIP-Datei zunächst in Ihrem Laufwerk ab. Anschliessend sollten Sie die Dateien «entpacken»:

  • klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf die ZIP-Datei
  • klicken Sie dann auf «7-Zip»
  • klicken Sie dann auf «Dateien entpacken…»
  • Bei «Passwort» müssen Sie nochmals den Zugangscode eingeben
  • Anschliessend auf «OK» klicken
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Hinweis zu 7-zip

Das ZIP-Attachment wird vom Standard Windows-System nicht unterstützt.
Sie benötigen ein separates ZIP-Tool, wie z.B. das frei zugängliche 7-zip.
Falls Sie es nicht selbst installieren können oder wollen, fragen Sie
Ihren Systemadministrator.

Nach dem «Entpacken» sollte am gleichen Ort ein neuer Ordner erstellt worden sein, wieder mit sechs (im Import) bzw. drei (im Export) Dateien:

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finesolutions Praxistipp

Bewahren Sie nicht die ZIP-Datei bei Ihnen im Laufwerk auf, sondern die darin enthaltenen einzelnen PDF-Dateien und XML-Dateien. Nur so benötigen Sie beim Öffnen dieser Dateien nicht wieder den Zugangscode.

Vergessen Sie nicht, einen Bezug zu Ihrem Geschäftsfall zu bilden (obligatorische Prüfspur). Es ist möglich, dass Sie z.B. einzelne Ordner erstellen, welche mit Ihrer Bestell-Nummer oder Rechnungsnummer beschriftet werden und die jeweiligen eVV dort abgelegt werden. So finden Sie die eVV wieder im Falle einer Zollprüfung oder MWST-Prüfung. Alternativ können Sie auch mithilfe von Excel eine Referenzliste erstellen und die Nummern dort eingeben.

Option 3: Web GUI (EZV-Webtool)

Das Web-GUI ist für Firmen geeignet, die keine Software von privaten Anbietern für die Abholung zur Verfügung haben. Sie können somit über das Web-GUI der Zollverwaltung die elektronischen Dokumente (eVV / eBordereau) beziehen. Diese Variante ist zwar komfortabler wie die oben skizzierte Option 2, aber sie eignet sich ebenfalls nur, wenn Sie eher wenige Importe / Exporte haben. Nach wie vor müssen Sie vieles von Hand machen und der Auswahlzeitraum für den Download ist beschränkt auf 10 Tage. Das heisst, dass Sie die Schritte dreimal machen müssen, wenn Sie alle Veranlagungsverfügungen für einen Monat beziehen möchten. Im Gegensatz zur Option 2 müssen Sie für die Web-GUI Variante einige Voraussetzungen erfüllen. Unter anderem ist für den Bezug der elektronischen Dokumente die Registrierung der Unternehmens-Identifikationsnummer (UID) in der Zollkundenverwaltung (ZKV) notwendig.


Das Beispiel im Blogbeitrag handelt von elektronischen Veranlagungsverfügungen Import. Für die Abholung von eVV im Export wechseln Sie im Feld «Dokument Typ» auf Veranlagungsverfügung Ausfuhr und Sie sehen Ihre Ausfuhrveranlagungsverfügungen, welche Sie dann genauso herunterladen können. Vorab müssen Sie Ihr Unternehmen mit Ihrer UID-Nummer in der Zollkundenverwaltung (ZKV) registrieren.

Hinweis: Das Web GUI wird per Ende 2021 durch die neue DocBox ersetzt.

Option 4: Software­lö­sungen von privaten Softwareanbietern

Das Abholen von elektronischen Veranlagungsverfügungen mit dem Zugangscode oder über das Web-GUI der EZV ist zeitintensiv und aufwendig. Sparen Sie sich diese Zeit am besten mit der Lizenzierung einer Softwarelösung, die für Sie alle Veranlagungsverfügungen abholt und sauber ablegt – ohne, dass Sie dafür einen Finger rühren müssen.

finesolutions Empfehlung

Auch wir von finesolutions bieten Ihnen mit unseren Zollsoftware Lösungen sowohl für den Import als auch für den Export leistungsfähige Anwendungen. Schon ab 10 Einfuhren pro Woche lohnt es sich auch aus finanzieller Sicht. Diese Lösungen können Sie entweder lizenzieren – standalone oder integriert im SAP ERP – oder in der Cloud als Dienst beziehen. So oder so lohnt sich dieser Schritt ab dieser Menge an Veranlagungsverfügungen, da Sie viel effizienter sind und bessere Kontrollen haben! Lassen Sie sich zeigen, wie einfach es mit einer guten Software ist und welche Vorteile Sie dadurch sonst noch haben!

Was ist zu tun, wenn eine eVV Export nicht abgeholt werden kann?

Viele Exporteure arbeiten mit einer Softwarelösung für die e-dec Exportzollanmeldung und erhalten dann als Ergebnis die Ausfuhrliste vom EZV-Zollsystem. Die Ausfuhrliste muss aber vom Spediteur / Zolldienstleister beim Grenzübertritt an die entsprechende Ausfuhrzollstelle übermittelt werden. Diesen Vorgang nennt man umgangssprachlich Selektion oder Selektionierung der Ausfuhrliste. Sofern ein Spediteur die Ausfuhrliste nicht selektioniert hat, kann die eVV Export nicht abgeholt werden. Dies ist der häufigste Grund, wieso eine eVV Export nicht bezugsbereit ist.

Sie können innert einer Frist von 30 Tagen ein «Gesuch um nachträgliche Selektion» dieser Ausfuhrliste bei der entsprechenden Zollstelle einreichen. Auch dieses Gesuch sollte auf dem normalen Weg über den Spediteur eingereicht werden. Falls es aber mit der Frist eng wird, oder Sie das Gefühl haben, dass der Spediteur das Gesuch nicht rechtzeitig einreicht, empfehlen wir eine direkte Kontaktaufnahme mit der Ausfuhrzollstelle. Wie dieses Gesuch aussehen soll, erfahren Sie im nächsten Abschnitt.

Unsere Gesuchsvorlage um nachträgliche Selektion der e-dec Ausfuhrliste

Machen Sie es sich einfach und verwenden unsere praktische Vorlage für Ihr Selektionsgesuch. Interessiert?
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Vorschau Vorlage nachträgliche Selektion edec Ausfuhrliste
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Veranla­gungs­ver­fü­gung Kurier­dienst­leister im Export (die Post, TNT, DHL, UPS, GLS, FedEx, etc.)

Viele Kunden kontaktieren uns, weil sie bemerken, dass sie für ihre Exportsendung keine Ausfuhrveranlagungsverfügung erhalten haben. Nach Rücksprache mit ihrem Kurierdienstleister stellen sie dann fest, dass gar keine ordentliche Exportzollanmeldung erstellt wurde. In der Praxis ist es leider oft so, dass viele Kurierdienstleister darauf verzichten, für Sendungen mit einem Warenwert bis zu CHF 1’000 eine ordentliche Ausfuhrzollanmeldung zu erstellen.

Die Kurierfirmen stützen sich dabei auf die Praxis der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV). Diese besagt, dass bei Ausfuhrsendungen (z.B. durch Speditions- oder Kurierfirmen und durch die Post) für die Steuerbefreiung auf die Veranlagungsverfügung der EZV verzichtet werden kann (sofern der Warenwert nicht mehr als CHF 1’000 beträgt). Der Exporteur muss in diesem Fall die Steuerbefreiung anhand von anderen Geschäftsunterlagen (z.B. Bestellung, Rechnungskopie, Liefervertrag, Zahlungsbeleg) sowie anhand vom Beförderungsunternehmen erhaltener Dokumente (z.B. Beförderungsauftrag, Abholbestätigung, Rechnung, Postempfangsschein, Aufgabeverzeichnis) belegen können.

Achtung: Aus zollrechtlicher Sicht muss gemäss Zollgesetz aber für jeden Import- oder Exportvorgang eine Zollanmeldung erstellt werden, auch wenn die Ware einen geringen Wert hat!

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finesolutions Empfehlung

Falls Sie einen Kurierdienstleister für Ihre Exportsendung beauftragen, bestehen Sie darauf, dass eine Ausfuhrzollanmeldung erstellt wird und Sie für jeden Vorgang eine eVV Ausfuhr oder einen Ausfuhrnachweis in Papierform erhalten.

Muss ich die Veranla­gungs­ver­fü­gung auf Richtig­keit überprüfen?

Importseitig:

Ja, unbedingt! Insbesondere importseitig müssen Sie die Belege auf Richtigkeit prüfen.

Viele Unternehmen denken, dass die Importbelege durch die EZV erstellt werden. Darum vertrauen sie darauf, dass die Angaben in einer Zollquittung korrekt sein müssen.

Die Verzollung im Import wird meist von einem Zolldeklaranten durchgeführt, der Angestellter einer Speditionsfirma oder einer Verzollungsagentur ist. Unsere Kunden sagen auch oft, «bei uns macht alles der Spediteur – ich muss daher gar nichts mehr machen».

Die Daten, die der eVV Import zugrunde liegen, werden normalerweise aufgrund der Angaben in der ausländischen Lieferantenrechnung erfasst. Oft fehlen in diesen Lieferantenrechnungen wichtige Angaben, was zu Falschverzollungen führen kann. Dadurch können Ihnen unnötige Kosten entstehen oder spätere Nachbelastungen im Falle einer Kontrolle. Überprüfen Sie also auch die Angaben in den Lieferantenrechnungen auf ihre Richtigkeit und gleichen Sie diese mit der eVV Import ab, um Verzollungsfehler zu erkennen.

Exportseitig:

Ja, sofern der Spediteur für Sie die Ausfuhrzollanmeldungen erstellt. Dann sollten Sie die Veranlagungsverfügung Ausfuhr unbedingt auf Richtigkeit prüfen.

Exportseitig ist es aber oft der Fall, dass die Unternehmen mit einer Softwarelösung die Ausfuhr selbst erstellen. Diese Unternehmen wissen dann genau, was sie in der Ausfuhrzollanmeldung deklariert haben. Somit entfällt eine nochmalige Kontrolle der daraus resultierenden eVV Ausfuhr.

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finesolutions Empfehlung

Kontrollieren Sie Ihre eVV zeitnah! Korrekturanträge können in der Regel nur innerhalb von 30 Tagen (ab Annahmedatum der Zollanmeldung) bei der Zollstelle eingereicht werden. Dazu mehr unter der Frage «Wie korrigiere ich eine fehlerhafte Veranlagungsverfügung?»

Was sollte ich in der Veranla­gungs­ver­fü­gung Import überprüfen?

Nachfolgend zeigen wir Ihnen ein paar Punkte auf, die Sie in Ihren Einfuhrbelegen prüfen sollten:

  • Wurde die Ware mit der korrekten Tarifnummer angemeldet?
    Wird die Ware mit einer falschen Zolltarifnummer verzollt, werden zu Unrecht zu viel Zölle / Zollabgaben erhoben oder fälschlicherweise zu wenig. Dies kann zu einer Nacherhebung von nicht bezahlten Zollabgaben durch die EZV führen. Jedes Unternehmen sollte eine Ahnung davon haben, ob die Abgaben und Gebühren auch zu Recht durch die EZV eingefordert werden. In unserem Blogbeitrag «Zölle im Import sparen» erfahren Sie ausführlich, warum es sich lohnt, die Zollbelege zu kontrollieren.
  • Wurden die richtigen Empfänger und Importeur-Adressen erfasst?
    Sind Sie als importierendes Unternehmen in der eVV auch als Importeur genannt? Dies ist wichtig für den Vorsteuerabzug in der MWST-Abrechnung. Es kann auch sein, dass fälschlicherweise Ihr ZAZ-Konto verwendet wurde für einen Importvorgang einer anderen Firma.
  • Sind die UID-Nummern und MWST-Nummern korrekt?
    Wichtig für den Vorsteuerabzug in der MWST-Abrechnung. Falls Sie eine Gruppenbesteuerung haben, muss die UID-Nummer Ihrer Firma deklariert werden, jedoch die MWST-Nummer der Gruppe.
  • Stimmt der Statistische Warenwert?
    Achten Sie darauf, dass Ihr Lieferant in der Lieferantenrechnung den korrekten Warenwert angibt (keine Unterfakturierung). Der statistische Wert beinhaltet den Warenwert zuzüglich Transport- und Versicherungskosten bis zur Schweizergrenze (abzüglich Rabatte und Skonti). Gerade bei Rücklieferungen von Reparaturen ist der Statistische Wert für die Wiederausfuhr sehr massgebend und sofern dieser nicht korrekt angemeldet wurde, können Sie keine fehlerfreie Rücklieferung zum Kunden deklarieren.
  • Ist die Eigenmasse und Rohmasse richtig?
    Im Normalfall werden die Zollabgaben anhand des Bruttogewichts berechnet. Stimmt das Gewicht nicht, werden zu viel oder zu wenig Zölle erhoben.
  • Wurde Ihre Referenznummer in der Veranlagungsverfügung deklariert (Prüfspur)?
    Auf der Seite der dafür zuständigen Eidgenössischen Steuerverwaltung heisst es unter dem Punkt «Prüfspur» klar: «Um die Prüfbarkeit der Geschäftsfälle zu gewährleisten, ist eine geordnete und systematische Klassierung und Aufbewahrung der eVV nötig. Zur Prüfbarkeit gehört auch, dass der Geschäftsfall von der eVV und der Rechnung über die Buchhaltung in die Mehrwertsteuerabrechnung und zurück leicht und zuverlässig verfolgt werden kann.»
    Die Zusammenführung der eVV Import mit dem entsprechenden Geschäftsfall ist für Schweizer Importeure Pflicht (Prüfspur). Das heisst, jede Verzollung sollte mit dem entsprechenden Geschäftsfall oder Buchhaltungsbeleg verknüpft werden. Spätestens bei einer Mehrwertsteuer- oder Zollprüfung müssen Sie sich mit diesem Thema auseinandersetzen, obwohl es dann oft schon zu spät ist. Bei einer Ursprungsüberprüfung kommt ein Prüfer meistens mit einer Rechnung auf Sie zu. Dazu möchte er gerne die dazugehörige Veranlagungsverfügung einsehen.
    Aus den Angaben in der Veranlagungsverfügung Import muss also hervorgehen, um welchen Geschäftsfall es sich handelt. Doch: Wie schafft man das?

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finesolutiones Empfehlung

Ihr Spediteur sollte bei Importsendungen die Bestellnummer oder eine andere eindeutige Referenznummer in der Einfuhrzollanmeldung erfassen. Voraussetzung ist, dass Ihr Lieferant die Bestellnummer / Referenz jeweils auf der Rechnung aufführt. So kann der Spediteur diese in der Zolldeklaration in der Rubrik «Referenz» bei der Importeur Adresse einfügen:

  • Wurde das Präferenzkennzeichen gesetzt? Falls das Kennzeichen fehlt, hinterfragen: warum?
    Nachfolgend möchten wir Ihnen zeigen, warum es wichtig ist, dass das Präferenzkennzeichen in der Einfuhrzollanmeldung gesetzt wird.

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finesolutions Praxisbeispiel 1

In der Praxis sehen wir oft, dass der Deklarant das Präferenzkennzeichen bei der Importverzollung nicht setzt.

Und das, obwohl der ausländische Lieferant einen Präferenznachweis ausgestellt hat! Da die Ware aber gemäss Tares schon zollfrei ist, erspart sich der Deklarant aus seiner Sicht die zusätzliche Arbeit, das Präferenzkennzeichen zu setzen und den Ursprungsnachweis in der Einfuhrzollanmeldung zu erfassen. Er denkt nicht daran, dass die eVV Import (mit Präferenzkennzeichen) zusammen mit dem Ursprungsnachweis des ausländischen Lieferanten als Vorursprungsbeleg für Ihr Unternehmen gilt.

Für Sie bedeutet das: Sie müssen diese Präferenznachweise zusätzlich noch auf Richtigkeit prüfen, was eigentlich der Deklarant bei der Verzollung der Ware bereits hätte machen sollen.

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Sofern ein Ursprungsnachweis durch den Lieferanten ausgestellt wird, sollte das Präferenzhäkchen auf der Import-Veranlagungsverfügung eVV immer gesetzt sein, auch wenn die Ware von Tares aus zollfrei wäre. Teilen Sie dies Ihren Zolldeklaranten / Spediteuren mittels Verzollungsinstruktionen mit.

Dazu sehen Sie hier einen Auszug einer eVV, wie die Ware korrekt angemeldet werden sollte:

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finesolutions Praxisbeispiel 2

Sie zahlen zu hohe Zollabgaben, weil der Lieferant keinen Ursprungsnachweis ausstellt, obwohl er es könnte. In vielen Firmen werden den Aussenhandelsdaten in den Veranlagungsverfügungen Import zu wenig Beachtung geschenkt. Dies betrifft insbesondere die Deklaration der Präferenzeigenschaft, die oftmals gar nicht überprüft wird. Falsche Zollquittungen können Ihr Unternehmen früher oder später einholen. Kontrollieren Sie deshalb die entsprechenden Unterlagen und auch die Veranlagungsverfügung Import rechtzeitig und mit scharfem Blick.

  • Wurde das korrekte ZAZ Konto verwendet?
    Wie Sie bereits erfahren haben, sind die eVV mit Ihrem ZAZ Konto verknüpft. Es bestehen also folgende Risiken:
    – dass Waren auf Ihr Zollkonto verzollt werden, die gar nicht für Sie bestimmt sind
    – dass für Sie bestimmte Lieferungen nicht auf Ihr ZAZ-Konto verzollt werden und Sie somit keine Veranlagungsverfügungen erhalten
    Oft verzollt der Spediteur Waren auf sein eigenes Konto und verlangt dafür Gebühren (Vorlageprovision), obwohl Sie eigentlich ein eigenes Konto haben. Prüfen Sie daher unbedingt Ihre Zollbelege.

Wie finesolutions Sie unterstützen kann?

Viele importierende Unternehmen zahlen falsche oder zu hohe Zollabgaben beim Import in die Schweiz, ohne es zu bemerken. Warum? Weil die oben genannten Punkte nicht geprüft werden. Mit unserer Zollkosten-Analyse erhalten Sie einen aussagekräftigen Überblick über die Abgaben, die Sie beim Import zahlen. Sie bekommen zudem konkrete Empfehlungen von uns, die Sie nachher in der Praxis umsetzen können, um Zollkosten einzusparen.

Wie kann ich die Qualität meiner Import­zoll­be­lege verbes­sern?

Sie haben nun erfahren, dass verschiedene Prüfschritte und eine korrekte Ablage der eVV sehr wichtig sind. Wahrscheinlich erwähnen Sie immer wieder die gleichen Punkte bei den Zolldeklaranten, was sie bei der Erstellung der eVV Import beachten sollen und trotzdem erhalten Sie öfters falsche Veranlagungsverfügungen.

  • Wir empfehlen Ihnen im ersten Schritt zu prüfen, welche Aussenhandelsdaten auf Ihren ausländischen Lieferantenrechnungen enthalten sind und ob diese korrekt sind. Stellen Sie Ihren Lieferanten eine Checkliste zur Verfügung mit den Angaben, die auf einer Lieferantenrechnung für Schweizer Importeure vorhanden sein müssen. Hierzu erhalten Sie detaillierte Informationen in unserem Fachbegriff zur Proforma-Rechnung.
  • Im zweiten Schritt erteilen Sie Ihren Verzollungsdienstleistern mittels Verzollungsinstruktionen die nötigen Anweisungen. Erwähnen Sie in diesen die wichtigsten Punkte wie:
    • Welche Referenznummer Sie in der eVV wünschen und in welchem Feld diese deklariert werden soll
    • Dass auch zollfreie Güter immer mit Präferenzkennzeichen erfasst werden sollen, sofern ein Nachweis vorliegt
    • Für welche Güter Sie eine provisorische Verzollung durchgeführt haben möchten
    • Wie der Zolldeklarant reagieren soll, falls keine oder eine ungültige Zolltarifnummer in der Rechnung aufgeführt wird
    • Etc.

Veranla­gungs­ver­fü­gungen Kurier­dienst­leister im Import (die Post, TNT, DHL, UPS, GLS, FedEx, etc.)

In der Praxis sehen wir oft die Problematik, dass Kurierdienstleister die Informationen zum Bezug der eVV lediglich auf der Rechnung andrucken. Die Rechnung des Dienstleisters landet im Normalfall jedoch in der Buchhaltung. Somit ist der Einkauf «aussen vor» und die Importbelege werden weder abgeholt, kontrolliert, zum Geschäftsfall zusammengeführt noch korrekt archiviert.

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finesolutions Empfehlung

Bestimmen Sie in Ihrem Unternehmen eine Person oder Abteilung (z.B. Einkauf), welche

  • die Dienstleistungsrechnung überprüft und
  • die entsprechenden elektronischen Veranlagungsverfügungen herunterlädt,
  • diese auf formelle Richtigkeit kontrolliert,
  • mit der Rechnung oder Bestellung des Lieferanten abgleicht und
  • verknüpft und archiviert.

Vereinfachte Zollanmeldung von Kleinsendungen im ZE-Verfahren

Basierend auf dem Verzollungssystem e-dec Import wurde für Kleinsendungen das e-dec easy entwickelt. Damit können zollfreie Sendungen auf Basis einer reduzierten Einfuhrzollanmeldung angemeldet werden. Diese Möglichkeit wird oft durch Kurierdienstleister genutzt. Dafür müssen folgende Kriterien gemeinsam (kumulativ) erfüllt sein:

  • das Bruttogewicht ist nicht höher als 1’000 kg
    der Mehrwertsteuerwert (Entgelt/Marktwert am Bestimmungsort) ist nicht höher als CHF 1’000
  • die Sendung untersteht keinen nichtzollrechtlichen Erlassen (NZE)
  • die Sendung unterliegt keiner Bewilligungspflicht
  • die Einfuhrabgaben (ohne MWST) betragen nicht mehr als CHF 5.00

Ausgenommen von e-dec easy sind:

  • Waren, die mit besonderen Formularen (z. B. Übersiedlungsgut) oder mit einem bewilligungspflichtigen Zollverfahren angemeldet werden (z. B. Veredelungsverkehr)
  • Fälle mit einer Verlagerung der Steuerentrichtung (Verlagerungsverfahren Mehrwertsteuer)
  • Provisorische Veranlagungen

Wie korrigiere ich eine fehler­hafte Veranlagungsverfügung?

Wenn Sie bei der Kontrolle Ihrer eVV feststellen, dass etwas nicht korrekt deklariert wurde, müssen Sie dies korrigieren lassen. Dazu sollten Sie ein schriftliches Gesuch um Änderung der Veranlagungsverfügung bei der Zollstelle einreichen, bei der die Zollanmeldung erfolgt ist. Welche Zollstelle für Ihr Anliegen zuständig ist, finden Sie auf Ihrer Veranlagungsverfügung.

Wenn Ihre Ein- oder Ausfuhrzollanmeldung durch einen Spediteur erstellt wurde, empfehlen wir Ihnen, das Gesuch in Zusammenarbeit mit dem Spediteur bei der Zollstelle einzureichen.
Korrekturanträge sollten innerhalb von 30 Tagen (ab Annahmedatum der Zollanmeldung) bei der Zollstelle eingereicht werden.

Unsere Gesuchsvorlage zur Korrektur der eVV Import

Machen Sie es sich einfach und verwenden unsere praktische Vorlage für Ihr Korrekturgesuch. Interessiert?
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In welcher Form und wie lange muss die Veranla­gungs­ver­fü­gung aufbewahrt werden?

Falls die Zollanmeldung im e-dec Export / Import Verzollungssystem durchgeführt wurde, müssen Sie als Exporteur oder Importeur jeweils die eVV abholen und korrekt archivieren.

Wenn die Ausfuhranmeldung in der Applikation NCTS vorgenommen wurde, wird der Ausfuhrzollausweis von der EZV in Papierform ausgestellt und per Post zugestellt. Dieser Beleg muss für 10 Jahre in Papierform aufbewahrt werden.

Wenn Sie keine Softwarelösung haben – die das Abholen und Archivieren Ihrer eVV übernimmt – sondern die Belege manuell herunterladen, empfehlen wir Ihnen, die Dateien nicht in der ZIP-Datei abzulegen, sondern die ZIP-Datei zu entpacken und den Inhalt der Datei (d.h. die einzelnen eVV-Dateien) abzulegen. So haben Sie auch zu einem späteren Zeitpunkt noch Zugriff auf die Dateien. Diese legen Sie dann strukturiert am besten nach Bestellnummer gemeinsam mit der dazugehörigen Lieferanten- oder Kundenrechnung ab. Bilden Sie eine Prüfspur von der eVV zum Geschäftsfall, damit Sie die dazugehörigen Ein- oder Ausfuhrdokumente jederzeit einfach und schnell wiederfinden. Der rote Faden von der Bestellung über die Rechnung bis hin zum «Steuerbeleg» ist somit gegeben.

Alle Import- oder Exportbelege müssen mindestens 10 Jahre aufbewahrt werden:

  • Elektronische Belege = Ablage in elektronischer Form
  • Papierbelege = Ablage in Papierform

Sie möchten mehr Durchblick haben in der Importabwicklung?

Besuchen Sie unser Seminar Importabwicklung, damit Sie die fachliche Belegkontrolle der eVV durchführen können und genau wissen, wie Sie mit Korrekturen umgehen müssen. In diesem Seminar lernen Sie auch die Checkliste Lieferantenrechnung kennen und erfahren mehr über die Verzollungsinstruktionen. Es lohnt sich, weil Sie mit einer Belegkontrolle im Import effektiv Zollabgaben einsparen können!

02.11.2021 | Importabwicklung Olcay Erden | Zürich
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2 Kommentare zu «Veranlagungsverfügung»

Retec Industriebedarf GmbH 8105 Regensdorf12. April 2021

Wir haben Ware aus Schweden importiert ohne korrekt unterzeichnete Zollrechnung. Deshalb hat uns die Zollverwaltung die Zollabgaben in Rechnung gestellt. Was müssen wir unternehmen um diese Zollabgaben zurückerstattet zu bekommen.

Lea Derendinger

13. April 2021

Guten Tag

Vielen Dank für Ihre Anfrage via unsere Kommentarfunktion. Da zum Zeitpunkt der Importverzollung kein gültiger Präferenznachweis vorhanden war (Rechnungserklärung ohne Unterschrift), haben Sie keine Möglichkeit auf eine nachträgliche Präferenzverzollung. Nur sofern der Zolldeklarant die Veranlagungsverfügung provisorisch erstellt hat, kann der gültige Präferenznachweis nachträglich eingereicht werden. Sie sehen diese Information oben rechts beim Strichcode, ob die eVV definitiv oder provisorisch erstellt wurde. Falls die eVV definitiv erstellt wurde, gibt es keine Möglichkeit die Zölle zurückzufordern und wir empfehlen Ihnen die Lieferpapiere Ihrer Lieferanten jeweils vorab zu prüfen, um Falschverzollungen zu vermeiden.

Wir hoffen, dass wir Ihnen Ihre Frage beantworten konnten und stehen Ihnen bei weiteren Fragen gerne zur Verfügung.

Vielen Dank und freundliche Grüsse

Lea Derendinger