Prä­fe­renz­nach­weis

11.09.2018 | Präferenzieller Warenursprung | Lea Derendinger | 4 Kommentare

Ein Präferenznachweis ist eine Ursprungserklärung im Sinne der bestehenden Freihandelsabkommen. Diese Nachweise kommen nur zur Anwendung, wenn die Präferenzeigenschaft des Produktes erfüllt ist und die Lieferung der Güter zwischen zwei Freihandelspartnern stattfindet. Die Lieferantenerklärung im Inland ist auch ein Präferenznachweis, welcher bei Inlandslieferungen innerhalb der Schweiz erstellt werden kann, sofern die Präferenzeigenschaft geprüft wurde.

Die Präferenznachweise werden auch gerne wie folgt genannt:

  • Ursprungsnachweise
  • Präferenzbelege
  • Ursprungserklärungen
  • Rechnungserklärungen
  • Lieferantenerklärungen

Das Wort «Präferenz» stammt ursprünglich vom lateinischen Wort praeferre ab, welches «vorziehen» bedeutet. Die Güter mit Präferenzeigenschaft werden also bevorzugt behandelt und geniessen in vielen Ländern dank den Freihandelsabkommen Zollfreiheiten oder Zollbegünstigungen.

Formular Warenverkehrsbescheinigung EUR.1  [Quelle aller Formularbilder: EZV]

1. Mein Kunde verlangt ein «Certificate of Origin». Was ist damit gemeint?

Sehr oft wird von einem Kunden ein «Certificate of Origin» verlangt, das mit den Gütern mitgeschickt werden soll. Dieser Begriff wird im Englischen verwendet für:

  • das Ursprungszeugnis (nichtpräferenzieller Ursprung)
  • aber auch für Ursprungsnachweise (präferenziell)

Deshalb entstehen oft Missverständnisse und der Exporteur ist nicht sicher, welcher Nachweis genau vom Kunden verlangt wird.

finesolutions-​Tipp

Stellen Sie bei diesen Anfragen von Kunden sicher, dass beide Parteien vom gleichen «Certificate of Origin» sprechen.

Wird ein Präferenznachweis (preferential Certificate of Origin) verlangt oder ein Ursprungszeugnis im Sinne des nicht-präferenziellen Ursprungs (non-preferential Certificate of Origin)?

Nachdem diese Frage geklärt ist, wissen Sie, um welche Ursprungsart es sich handelt. Der nichtpräferenzielle Ursprung wird durch ein Ursprungszeugnis und der beglaubigten Lieferantenrechnung bestätigt. Zuständig für diese Beglaubigungen sind die schweizerischen Industrie- und Handelskammern. Die Rechtsgrundlagen sind den folgenden Verordnungen zu entnehmen:

Eine gute Ergänzung zu diesem Thema finden Sie in dieser Zusammenfassung der IHZ Luzern.

Sofern Ihr Kunde einen Präferenznachweis wünscht, lesen Sie bitte die Erklärungen im nächsten Abschnitt.

2. Welche Arten von Präferenznachweisen gibt es?

Exporteure sind sich oft unsicher, welcher Präferenznachweis erstellt werden muss, um die Präferenzeigenschaft von Waren innerhalb der Freihandelsabkommen zu bestätigen. Zudem fragen sich die Einkäufer immer wieder, welcher Nachweis von ihren Lieferanten gültig ist, um beim Import der Güter Zollabgaben einzusparen.

Hier finden Sie die Übersicht der Präferenznachweise:

 

2.1.
EUR.1 Warenverkehrs-
bescheinigung (WVB)

 

Das Formular EUR.1 Warenverkehrsbescheinigung (WVB)

Die EUR.1 kommt in folgenden Freihandelsabkommen zur Anwendung:

  • EFTA Übereinkommen
  • Schweiz-EU
  • Schweiz-Färöer Inseln
  • EFTA-Ägypten
  • EFTA-Albanien
  • EFTA-Israel
  • EFTA-Jordanien
  • EFTA-Marokko
  • EFTA-Mazedonien
  • EFTA-Serbien
  • EFTA-Tunesien
  • EFTA-Türkei
  • EFTA-Montenegro
  • EFTA-Bosnien und Herzegowina
  • EFTA-Ukraine
  • EFTA-PLO (PLO = Palästinensische Behörde)
  • Schweiz-Japan
  • EFTA-Chile
  • EFTA-Kolumbien
  • EFTA-Mexiko
  • EFTA-Peru
  • EFTA-SACU (SACU = South African Custom Union: Botswana, Lesotho, Namibia, Südafrika, Swasiland)
  • Schweiz-China (in diesem Abkommen ist das separate Formular EUR.1 CN zu verwenden)
  • EFTA-GCC (GCC = Kooperationsrat der arabischen Golfstaaten (Gulf Cooperation Council) Bahrain, Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate)
  • EFTA-CAS (CAS = Central American States (Costa Rica, Guatemala, Honduras, Panama) FHA nur mit Costa Rica und Panama anwendbar)

In den Bestimmungen der jeweiligen Freihandelsabkommen ist definiert, welcher Präferenznachweis in welchem Abkommen gültig ist und wie die formellen Vorschriften für diese Nachweise aussehen. Zum Beispiel wird in einem EUR.1 nach Chile zusätzlich die Angabe der vierstelligen Zolltarifnummer (HS-Code) auf der Vorderseite in Rubrik 8 verlangt.

In fast allen Freihandelsabkommen sind Vereinfachungen für Ermächtigte Ausführer vorgesehen und oft müssen diese keine EUR.1 erstellen, sondern der Präferenznachweis kann in Form einer Ursprungserklärung auf der Rechnung erstellt werden (Ausnahme: Freihandelsabkommen EFTA-GCC).

2.2.
Ursprungserklärung (UE)

Ursprungsnachweis - Wortlaut der Erklärung auf der Rechnung

Diese Ursprungserklärung (umgangssprachlich auch Präferenztext, Rechnungserklärung (RE), Ursprungstext, Präferenzsatz oder auch Ursprungssatz genannt), welche auf einer Rechnung oder einem Handelspapier angedruckt wird, ist ein weiterer Präferenznachweis im Sinne der Freihandelsabkommen. Wie dieser Text genau lauten soll, ist wiederum in den einzelnen Freihandelsabkommen festgehalten. Es ist zudem darauf zu achten, dass für Ermächtigte Ausführer keine Wertgrenzen gelten, jedoch ein nicht Ermächtigter Ausführer diese Wertgrenzen genau beachten muss.

Praxis-​Beispiel

Sie sind nicht Ermächtigter Ausführer (EA) und möchten Ihre Güter mit Präferenzeigenschaft in die EU exportieren. Diese Rechnungserklärung wird am Ende der Rechnung angefügt und die Klammerbemerkung für die Bewilligung des EA’s wird weggelassen. Das Rechnungstotal darf den Betrag von EUR 6’000 oder CHF 10’300 (Wertgrenze im Abkommen CH-EU) nicht überschreiten. Es ist nicht erlaubt, mehrere Rechnungen zu erstellen, die in einer Sendung verschickt werden, um die Wertgrenze zu umgehen. Als nicht EA benötigen Sie bei einer Überschreitung der Wertgrenze in diesem Fall eine EUR.1 und die Rechnungserklärung ist nicht mehr gültig.

Die Ursprungserklärung muss durch den nicht EA im Original unterschrieben werden. Ort und Datum, sowie der Name der unterschreibenden Person in Druckschrift sind erforderlich.

In diesem Dokument der EZV finden Sie alle Ursprungserklärungen für die entsprechenden Freihandelsabkommen, die Erläuterungen zu den Fussnoten und die weiteren formellen Bestimmungen. Die Rechnungserklärung ist in verschiedenen Sprachen publiziert.

finesolutions-​Tipp

Exportseitig können die verschiedenen Textbausteine automatisiert angedruckt werden und es ist wichtig, dass bei der Auswahl des entsprechenden Textes immer auf das Lieferland geachtet wird. Wenn die Rechnung beispielsweise an eine Firma in Singapur erstellt wird und die Lieferadresse ist in China, sollte der Ursprungstext für das Abkommen Schweiz-China angedruckt werden und nicht derjenige des Abkommens EFTA-Singapur.

Importseitig ist es wichtig, dass die Präferenznachweise von Lieferanten überprüft werden. Wir sehen sehr oft falsche Texte (Wortlaut abweichend) auf den Lieferantenrechnungen oder auch Überschreitungen der Wertgrenzen.

In diesen Freihandelsabkommen ist die Präferenzeigenschaft immer mit der Ursprungserklärung in der Rechnung anzugeben, egal ob Sie EA sind oder diesen Status nicht besitzen.

Die EUR.1 ist nicht gültig und es bestehen keine Wertgrenzen:

  • EFTA-Hong Kong
  • EFTA-Kanada
  • EFTA-Rep. Korea
  • EFTA-Singapur
  • EFTA-Philippinen

2.3.
EUR-MED Warenverkehrs-
bescheinigung (WVB EUR-MED)

Formular Warenverkehrsbescheinigung EUR-MED

Die EUR-MED als Präferenznachweis wird nur im Zusammenhang mit Lieferungen innerhalb der PAN-EURO-MED Freihandelszone verwendet. Welche Länder gehören zu dieser Zone?

  • EURO-MED Länder (Europa-Mediterran):
    Albanien, Mazedonien, Montenegro, Serbien, Bosnien und Herzegowina, Ägypten, Israel, Jordanien, Libanon, Marokko, PLO (Palästinensische Behörde), Tunesien, Kosovo, Algerien, Syrien, Färöer Inseln, Georgien, Moldau, Ukraine
  • PAN-Zone (Paneuropäische Freihandelszone):
    EU, EFTA (Schweiz, Norwegen, Island, Liechtenstein), Türkei

 

EURO-MED Matrix, Stand: 01.06.2018

EUR-Med Matrix

Zusammen bilden die EURO-MED Länder und die PAN-Zone die PAN-EURO-MED Freihandelszone. Die Präferenzeigenschaft der Güter kann jedoch nicht in jedem Land uneingeschränkt weiterverwendet werden (Kumulierung oder Kumulation), und somit ist bei Lieferungen in diese Zone die EUR-MED Matrix zu beachten.

Praxis-​Beispiel:

Sie stellen ein Elektrovelo der Tarifnummer 8711 her und möchten diese Velos in ein EUR-MED Land wie z. B. Israel exportieren.

Elektrovelo Stückliste:

Rahmen Import aus Deutschland mit EUR.1 CHF 400
Felgen & Pneus Einkauf von CH-Lieferanten mit Lieferantenerklärung CHF 150
Motor Import aus China mit Präferenznachweis CHF 150
Weitere
Teile
Ohne Nachweis CHF 50
Herstell- kosten & Gewinn CH CHF 250
Ab-Werk-Preis CHF
1000

Elektrovelo Kalkulation:
Das Listenkriterium gemäss Freihandelsabkommen EFTA-Israel lautet:

  • Herstellen, bei dem der Wert der verwendeten Vormaterialien 30 % des Ab-Werk-Preises des Erzeugnisses nicht überschreitet.
  • Es dürfen also maximal 30 % Drittland-Waren in der Stückliste enthalten sein.

In dieser Kalkulation ist der Rahmen aus der EU als Drittland-Anteil zu werten, der Motor aus China und die «weiteren Teile», was ein Gesamtanteil von Drittland-Waren von 60 % bedeutet. Sofern der Rahmen aus der EU mit einem Präferenznachweis EUR-MED importiert wird, kann dieser Anteil als Präferenzwaren kalkuliert werden. Die Kumulation innerhalb PAN-EUR-MED Zone wird angewendet und bei einem EUR-MED Vorursprungsnachweis sind nur noch 20 % Drittland-Anteil vorhanden. Der Exporteur kalkuliert also nicht mehr nur im Abkommen EFTA-Israel, sondern er nutzt die Kumulationsmöglichkeiten in der PAN-EUR-MED Zone.

Elektrovelo Rechnung:
Die Rechnungserklärung wird wie folgt erstellt, mit Kumulationsvermerk:


Der Ausführer der Waren, auf die sich dieses Handelspapier bezieht, erklärt, dass diese Waren, soweit nicht anders angegeben, präferenzbegünstigte schweizerische Ursprungswaren sind.

Cumulation applied with: DE

Ort, Datum
Name in Druckschrift
Unterschrift


Ob überhaupt beim Export nach Israel mit EU-Vormaterialien kumuliert werden kann, hängt also von drei wichtigen Punkten ab:

  • Muss überhaupt kumuliert werden oder wird die Listenregel schon durch die Wertschöpfung in der Schweiz erfüllt?
  • Wurde das Vormaterial schon mit EUR-MED Nachweis eingekauft?
  • Ist eine Kumulation der beteiligten Staaten überhaupt erlaubt (in diesem Beispiel CH-Israel-EU)? Dies ist in der EUR-MED Matrix zu prüfen.

2.4.
EUR.1 CN (EUR.1 China für Ausführer ohne EA-Bewilligung)

Warenverkehrsbescheinigung EUR.1 CN (EUR.1 China für Ausführer ohne EA-Bewilligung)

Als nicht Ermächtigter Ausführer benötigen Sie, um die Präferenzeigenschaft beim Export nach China weiterzugeben, eine EUR.1 CN. Die formellen Anforderungen und wie dieses EUR.1 CN ausgefüllt werden muss, sind im Freihandelsabkommen Schweiz-China festgehalten.

Sie haben nun die wichtigsten Präferenznachweise für den Export kennengelernt. Falls Sie sich für die Ursprungsnachweise im Import interessieren, lesen Sie bitte gleich den nächsten Abschnitt.

3. Gibt es unterschiedliche Präferenznachweise im Import und im Export?

Die Ursprungsnachweise können je nach Freihandelsabkommen unterschiedlich sein im Import und im Export. Im vorhergehenden Abschnitt haben Sie erfahren, welche Nachweise exportseitig angewendet werden. Hier finden Sie die Ursprungszeugnisse, welche Sie beim Import von Vormaterialien oder Produkten von Lieferanten anfragen können:

Ursprungszeugnis Japan-Schweiz

Import aus Japan (Certificate used in preferential trade between Japan and the Swiss Confederation)

Ursprungszeugnis GCC-EFTA

Import aus den GCC-Staaten (Preferential Certificate of Origin of Gulf Coorperation Council Countries)

Ursprungszeugnis China-Schweiz

Import aus China (Certificate of Origin used in FTA between China and Switzerland)

Ursprungszeugnis China-Schweiz-ab-2018-08-19

Oder Import aus China (Certificate of Origin used in FTA between China and Switzerland)
→ gültig ab 20.08.2018

Dies sind die Präferenznachweise gemäss Freihandelsabkommen, welche im Import angewendet Zölle einsparen können.

Auf die Präferenznachweise aus APS/GSP Staaten «Präferenzsystem für Entwicklungsländer» werden wir in einem separaten Fachbegriff zu einem späteren Zeitpunkt eingehen.

Sind noch Fragen offen?

Diese beantworten wir gerne auch an der nächsten Veranstaltung

4. Muss die Ursprungserklärung auf der Rechnung unterschrieben sein?

Es wird in den einzelnen Freihandelsabkommen geregelt, wie der Wortlaut der Rechnungserklärung lautet und ob ein Ursprungstext auf der Rechnung unterschrieben werden muss. In allen Freihandelsabkommen, bei denen die Ursprungserklärung auf der Rechnung gültig ist, ist der Ermächtigte Ausführer befreit von der Unterschriftspflicht. Ein nicht Ermächtigter Ausführer hingegen muss die Ursprungserklärung handschriftlich unterzeichnen und den Namen der Person in Druckschrift anbringen. Ort und Datum müssen ergänzt werden und die Wertgrenzen je Freihandelsabkommen sind zu berücksichtigen.

Praxis-​Beispiel

Oftmals fragen sich Exporteure, wieso sie die Aufforderung vom Kunden erhalten, die Rechnungserklärung zu unterschreiben, wenn Sie doch Ermächtigter Ausführer sind. Die Anforderung Ihres Kunden kommt aber vielleicht daher, dass die Importvorschriften des Bestimmungslandes eine unterschriebene Rechnung vorschreiben. Dann wird von Ihrem Kunden die Unterschrift am Ende der Rechnung verlangt, was nicht zu verwechseln ist mit der Unterschrift unter der Rechnungserklärung. Falls die Importvorschriften eine unterschriebene Rechnung vorsehen, kommt auch der Ermächtigte Ausführer nicht daran vorbei, die Rechnung handschriftlich zu unterzeichnen.

5. Mein Spediteur oder Kunde verlangt eine EUR.1 anstatt eine Ursprungserklärung auf der Rechnung. Muss ich deshalb eine EUR.1 erstellen?

Für Sie ist in erster Linie wichtig zu wissen, dass die Präferenzdeklaration freiwillig ist. Sie müssen also weder eine EUR.1 erstellen, noch eine Rechnungserklärung andrucken. Sie dürfen einen Präferenznachweis erstellen, sofern Sie geprüft haben, ob die Güter auch wirklich präferenzbegünstigt sind.

Einige Länder, wie z. B. die Türkei, verlangen immer wieder eine EUR.1 und akzeptieren die Rechnungserklärung nicht als Präferenznachweis. Im Abkommen EFTA-Türkei ist aber klar festgehalten, dass Ermächtigte Ausführer die Ursprungserklärung auf der Rechnung andrucken dürfen und keine EUR.1 erstellen müssen. Auch nicht Ermächtigte Ausführer dürfen die Rechnungserklärung verwenden, sofern der Rechnungsbetrag unter CHF 10’300 liegt oder unter EUR 6’000. (Wertgrenze im Abkommen EFTA-TR).

finesolutions-​Tipp

Falls Sie solche Anfragen haben, kopieren Sie den Rechtstext aus dem Abkommen und senden Sie diesen an Ihren Spediteur oder Kunden mit der Erklärung, dass ein Ursprungstext auf der Rechnung gemäss Abkommen verwendet werden darf. Oftmals wird behauptet, dass der türkische Zoll dies verlangt, was aber meistens nicht korrekt ist. Es sind immer wieder die Verzollungsagenten der Kunden, welche die Inhalte der Abkommen nicht genau kennen und deshalb denken, dass eine EUR.1 nötig ist.

6. Welche Wertgrenzen sind für die Ursprungserklärung auf der Rechnung zu beachten?

Für eine Übersicht zu den aktuellen Werten lesen Sie bitte unseren Fachbegriff  Wertgrenzen.

Wie fine­so­lu­ti­ons Ihnen beim Thema Prä­fe­renz­nach­weis hel­fen kann?

Bevor Sie mit dem Ausstellen von Präferenznachweisen beginnen, müssen Sie Ihr Unternehmen darauf vorbereiten. Holen Sie sich das dazu benötigte Wissen mittels des Seminars Präferenzieller Warenursprung zu sich ins Haus oder besuchen Sie eines unserer öffentlichen Seminare.

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Kommentare

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4 Kommentare zu «Präferenznachweis»

  • Armin Erni

    Grüezi
    Normalerweise habe ich wenig Kontakt mit der Abwicklung von Importprozessen, jedoch aktuell Ferien bedingt schon. Und mir ist das mit dem EUR1 nicht klar. Wir importieren Waren von unseren Handelspartnern aus Deutschland (A) und solche die über Deutschland drehen, jedoch aus Holland stammen (B). Im Fall A brauche ich kein EUR1 und im Fall B schon. Warum das so ist, verstehe ich allerdings nicht und es kann mir auch niemand intern erklären. Ich würde mich sehr freuen von Ihnen wenn Sie mir etwas weiterhelfen könnten.
    Beste Grüsse, Armin Erni – Key Account Schweiz – DÜBÖR AG

    • Lea Derendinger

      Guten Tag Herr Erni

      Herzlichen Dank für Ihren Kommentar auf unserer Webseite. Gerne versuche ich etwas Klarheit in die Komplexität der Präferenznachweise zu bringen.
      Grundsätzlich befinden sich die beiden Länder Holland und Deutschland in einer Zollunion – der EU. Dies bedeutet, dass für Sie der Importprozess derselbe ist, ob Sie Güter mit holländischem Ursprung via Deutschland importieren oder deutsche Ursprungswaren direkt aus Deutschland einkaufen. Wieso Sie für die Güter aus Deutschland keine EUR.1 benötigen, kann verschiedene Gründe haben:

      • Sie sind nicht auf die Präferenzeigenschaft angewiesen und die Güter sind wegen der entsprechenden Zolltarifnummer „von Natur aus“ zollfrei
      • Der Lieferant stellt diese Waren zwar in Deutschland her, erfüllt jedoch die Kriterien für den präferenziellen Ursprung nicht
      • Die Güter, welche Sie aus Deutschland einkaufen sind eventuell wertmässig geringer und der Sendungswert liegt unter EUR 6’000, deshalb wird keine EUR.1 benötigt, jedoch druckt der Lieferant die Rechnungserklärung hinsichtlich Präferenzeigenschaft auf der Lieferantenrechnung an

      Wenn Sie möchten, können Sie uns die Importbelege (Veranlagungsverfügung und Lieferantenrechnungen) von beiden Varianten per Mail zusenden und wir erkennen innert wenigen Minuten, wieso die eine Lieferung ohne EUR.1 importiert wird. Es würde uns freuen, wenn wir Sie beim Importieren von Gütern aus der EU unterstützen dürften.

      Freundliche Grüsse
      Lea Derendinger

  • Armin Erni

    Liebe Frau Derendinger
    Ich bin sehr froh, dass ich von Ihnen noch viel mehr Informationen bekommen durfte als in meiner ersten Fragestellung und ich so toll Beraten wurde. Und dies erst noch als kostenlose Erstberatung. Sollten erneut Fragen auftauchen weiss ich nun bestimmt an wen ich mich wenden werde! Dann ist mir jede Beratungsgebühr recht, denn ich weiss nun was ich dafür bekomme. In das Jahresbudget muss nun unbedingt noch eine Weiterbildung für unsere Mitarbeiter geplant werden.
    Freundliche Grüsse
    Armin Erni

    • Lea Derendinger

      Lieber Herr Erni
      Herzlichen Dank für Ihre tolle Rückmeldung zu unseren Beratungsdienstleistungen. Es freut mich sehr, dass ich Ihnen weiterhelfen konnte und bei weiteren Fragen stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung. Falls Sie eine Offerte für die Weiterbildung Ihrer Mitarbeiter wünschen, melden Sie sich einfach. Gerne führen wir unsere Seminare auch bei Ihnen als inhouse-Seminare durch und können somit auf Ihre spezifischen Fälle im Lebensmittelbereich eingehen.
      Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit und verbleibe
      mit freundlichen Grüssen
      Lea Derendinger