EU erhöht den Druck wegen des Rahmen­ab­kom­mens – die Schweizer Medizi­nal­technik im Visier

Allgemein, Export
16.01.2020 von Markus Eberhard

Im Vorfeld um die Abstimmung zum Rahmenvertrag zwischen der Schweiz und der EU wird die Tonlage zusehends rauer und die EU zieht ihre Drohkulisse noch etwas weiter. Die ersten Opfer einer möglichen Blockade sind die Schweizer Medizinaltechnik-Firmen, die mit grösseren Nachteilen rechnen müssen als bisher angenommen.
Dies, obwohl sich die Branche schon vorbereitet hat auf ein mögliches Scheitern, wie in unserem Beitrag Medtech-Branche stellt sich auf Scheitern des Rahmenabkommens ein – und trifft Vorkehrungen vom April 2019 erwähnt. Das ist also an und für sich nichts Neues, doch nun kommt hinzu, dass die Konsequenzen für die Medtech-Firmen, darunter sind auch einige unserer Kunden, gravierender sein könnten als angenommen. Vereinfacht gesagt geht es darum, dass voraussichtlich nicht nur Produkte betroffen sein könnten, die neu auf den Markt kommen, sondern auch alle bestehenden, die nach der bisherigen Regulierung zugelassen sind. Damit wäre die Zahl der Produkte, für welche die Schweiz auf das Niveau eines Drittstaats ohne MRA zurückfiele, etwa sieben Mal höher als bisher angenommen.
Die Medtech-Firmen, darunter viele KMU, hoffen auf Unterstützung durch den Bundesrat. Denn diese sind bisher vielfach davon ausgegangen, dass sie ihre heutigen Produkte während einer vierjährigen Übergangsphase weiterhin unbehelligt exportieren könnten.

Quellenangaben

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