Markus Eberhard Markus Eberhard 28.08.2020 | Compliance, Export

Keine Chance wegen fehlender Ausfuhrbewilligung: Crypto International meldet Konkurs an

Die Affäre um die in Zug ansässige Firma Crypto nimmt ein ungutes Ende: Sie hat diese Woche Konkurs angemeldet. Vor den Sommerferien hatten wir berichtet Bundesrat verweigert der Crypto International AG die Ausfuhrbewilligung für ihre Geräte. Daraufhin haben die Eigentümer der Firma versucht, mittels eines Wiedererwägungsgesuchs das Verbot für die Ausfuhrbewilligung zu sistieren. Der Bundesrat ist jedoch diese Woche nicht darauf eingetreten und hält am vorläufigen Ausfuhrstopp fest.
Damit werfen die Eigentümer der Crypto International AG, das Nachfolgeunternehmen des umstrittenen Herstellers von Chiffriergeräten, der im Fokus der sogenannten Crypto-Affäre steht, definitiv das Handtuch. Das schwedische Besitzerpaar hat am Donnerstagmorgen beim Zuger Amt für Wirtschaft und Arbeit den Konkurs des Unternehmens angemeldet.
Die bereits vor 2 Monaten angekündigte Massenentlassung bei Crypto International ist somit automatisch vollzogen. Gemäss Firmensprecher waren dort von ursprünglich 85 Mitarbeitern zuletzt noch deren 70 beschäftigt. In einer finalen Pressenachricht melden sich die Eigentümer wie folgt: «Der fehlende Wille des Bundesrates, über unsere Ausfuhrgesuche zu befinden, kommt einem Exportverbot für unser Unternehmen gleich und entzieht damit Crypto International die Existenzgrundlage. Wir haben unermüdlich für die Erfüllung unserer Verpflichtungen gegenüber unseren Kunden und für das Überleben unseres Unternehmens gekämpft. Jedoch waren wir gegen Behörden, die allein durch politisch motiviertes Handeln unserem Unternehmen die Existenzgrundlage entzogen, machtlos.»
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