Markus Eberhard Markus Eberhard 25.08.2020 | Allgemein

    Neuer Studiengang Fachspezialist Zoll- und Grenzsicherheit wegen Änderungen durch DaziT bei der Eidgenössischen Zollverwaltung

    Die geplanten Änderungen im Hinblick auf das Transformationsprogramm DaziT der Eidgenössischen Zollverwaltung EZV erfordern auch neue Strukturen bei der Ausbildung der zukünftigen Zöllner. Deshalb hat die EZV die Mitglieder der Geschäftsprüfungskommission des Ständerats nach Liestal (BL) eingeladen.
    Dort werden seit 1934 alle Grenzwächter und Zöllner der Schweiz ausgebildet, so auch die ehemaligen Zöllner unseres Berater-Teams unter der Leitung von Lea Derendinger. Auf dem dortigen Campus befinden sich momentan etwa 400 Männer und Frauen in Ausbildung. Diesem Campus bescherten vorgestern der neu gewählte SVP-Chef Marco Chiesa, der Genfer Carlo Sommaruga und die Baselbieter Grüne Maya Graf ihre Aufwartung.
    Anlass für den Besuch war ein neuer Studiengang, der ab Mitte 2021 in Liestal angeboten werden soll. Dies, weil der Bundesrat im 2019 entschieden hat, dass im Zuge von DaziT Zollbeamte und Grenzwächter den gleichen Job haben werden. Die Konsequenz aus diesem Entscheid ist, dass die Ausbildung der Zöllner und Grenzbeamten nicht mehr wie bisher getrennt stattfindet, sondern künftig vereint wird. Dazu gibt es auch eine neue Berufsbezeichnung: Fachspezialist Zoll- und Grenzsicherheit. Während heutzutage die Aufteilung zwischen Personen- und Warenkontrolle sehr strikt ist, sollen die beiden Berufsbilder im Hinblick auf DaziT näher zusammenwachsen. Und dann werden die Absolventen auch die gleiche Uniform tragen.
    Die Verantwortlichen erwähnten aber, dass es nicht einfach sei, Nachwuchs zu finden. Besonders bei den Zollbeamten konnten die Klassen nicht immer gefüllt werden. Grund dafür sei, dass sich viele gar nichts Konkretes unter dem Beruf vorstellen könnten. Übrigens sei es längst nicht mehr ein typischer Männerberuf; mittlerweile würden sich auch viele Frauen für eine Zolllaufbahn entscheiden.