Markus Eberhard Markus Eberhard 08.01.2021 | Allgemein

Pläne für die neue Gemeinschaftszollanlage Bruggerhorn im Rheintal durch die Eidgenössische Zollverwaltung

Die kritische Situation an den Grenzübergängen im Rheintal haben wir schon mehrmals beschrieben, zuletzt in diesem Artikel: Kein Ende in Sicht beim Verkehrschaos an den Zollübergängen der Eidgenössischen Zollverwaltung im Rheintal. Doch nun können die Bewohner beginnen aufzuatmen, denn die Eidgenössische Zollverwaltung hat ihre Pläne für die neue Gemeinschaftszollanlage “Bruggerhorn” in St. Margrethen bekannt gegeben.
Danach plant der Bund den Bau eines neuen Zollzentrums für 250 Mitarbeitende und einen 24-Stunden-Betrieb, der 10 Millionen Franken kosten wird. Die EZV betreibt heute auf dem Sieber-Areal in der Nähe des Grenzübergangs St.Margrethen ein Zollinspektorat samt Zollkontrollanlage. Gemäss Projektbeschreibung ist es absehbar, dass die räumlichen Kapazitäten mittelfristig nicht mehr für einen optimalen Betrieb ausreichen. Dies auch wegen des Transformationsprojekts DaziT, das in den nächsten Jahren umgesetzt werden soll.
Am bisherigen Standort ist die Zollverwaltung nur Mieterin des Areals, was betriebliche Nachteile mit sich bringe und den langfristigen Betrieb nicht sichere. Deshalb hat der Bund vor einigen Jahren eine Teilparzelle der Bauwerk AG mit einer Fläche von mehr als 21000 Quadratmetern gekauft.  Das neue Areal liegt verkehrstechnisch ideal, südlich der Nationalstrasse A1 und westlich des Anschlusspunktes St.Margrethen. Zudem soll in unmittelbarer Nähe ein Anschluss der S18 nach Österreich entstehen.
Doch bis es so weit ist, wird noch viel Wasser den Rhein herunterfliessen: Die neue Anlage sowie der Anschluss sollen erst im Jahre 2035 betriebsbereit sein!