Importeure bezahlen jährlich 400 Millionen Franken zuviel an Zöllen

Weil sie diese aufgrund von Freihandelsabkommen gar nicht zahlen müssten

Import
28.10.2021 von Markus Eberhard
Aufgestapelte Münzen

Das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO hat im Mai 2021 eine Onlinebefragung in Auftrag gegeben, weshalb Schweizer Importeure jährlich über 400 Millionen Franken zu viel an Zöllen / Zollabgaben bezahlen. Diese müssten aufgrund der zahlreichen Freihandelsabkommen, welche die Schweiz abgeschlossen hat, nicht bezahlt werden.

Obwohl die FHA insgesamt gut genutzt werden, bezahlen hiesige Importeure nach wie vor zu viel. Insbesondere Gross- und Detailhändlern, die Textilien, Sportartikel und Autos importieren, entgehen dadurch Millionenbeträge. An der Umfrage nahmen insgesamt 122 Unternehmen der Branchen Textilien, Sportartikel, Autos und Detailhandel teil. Bei rund drei Vierteln handelt es sich um kleine und mittlere Unternehmen (KMU), ein Viertel sind Grossfirmen mit über 250 Mitarbeitenden.

Aus der Umfrage geht hervor, dass die befragten Unternehmen zu wenig über Freihandelsabkommen informiert sind. Dabei gab es doch grosse Unterschiede zwischen Firmen, welche die Zollabwicklung selbst vornehmen (Wert von 7,5 auf einer 10-Punkte Skala) versus Firmen, die die Abwicklung durch einen Dienstleister vornehmen lassen. Die meisten befragten Unternehmen sprechen sich für mehr Informationsangebote zur Nutzung von Freihandelsabkommen aus.

Nebst fehlenden Informationen gibt es weitere Gründe dafür, weshalb die Importeure die Freihandelsabkommen nicht nutzen. Vielen Unternehmen fehlt etwa ein Ursprungsnachweis des Lieferanten. Die Ergebnisse dieser Umfrage decken sich mit unseren Beobachtungen, weshalb wir schon lange entsprechende Angebote zur Unterstützung von Importeuren anbieten:

Und last but not least, kann natürlich auch eine gescheite eVV Import-Software Sachbearbeiter bei der Präferenzkontrolle automatisiert zu unterstützen. Insofern sind wir der Meinung, dass importierende Firmen genügend Angebote hätten, um dieses Informationsdefizit zu beheben!

Quellenangaben

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