Zollge­bühren

Zollwesen Lea Derendinger
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Die Begriffe Zollgebühren sowie Zollabgaben sorgen immer wieder für Verwirrung und Verwechslung beider Begriffe. Manche halten sie sogar für ein- und dasselbe, was falsch ist. Wir wollen deshalb Klarheit schaffen und beschreiben zuerst die Zollgebühren und im nächsten Begriff die Zollabgaben.

1. Was sind Zollgebühren?

Zollgebühren werden von Firmen erhoben, welche für Sie die Einfuhr- oder Ausfuhrzollanmeldung durchführen. Für Zollgebühren werden verschiedene Begriffe verwendet wie:

  • Verzollungsgebühren
  • Verzollungspauschalen
  • Verzollungskosten
  • E-dec Gebühren
  • eVV Gebühren
  • eVV Kosten

Sofern der Spediteur/Kurierdienstleister oder das Verzollungsbüro eine Zollanmeldung (Import oder Export) in Ihrem Namen durchführt, werden Ihnen diese Gebühren entsprechend in Rechnung gestellt. Das Resultat dieser Dienstleistung ist die Veranlagungsverfügung, welche für Sie als Importeur oder Exporteur sehr wichtig ist. Dies sind keine gesetzlichen Gebühren, welche von der EZV in Rechnung gestellt werden, sondern von den Zolldienstleistern und die Preise können variieren.

Gebühren werden berechnet für z. B.:

2. Wie berechnen sich die Zollge­bühren im Postverkehr?

Im Postverkehr beispielsweise setzen sich derzeit die Verzollungsgebühren bei Importsendungen pauschal zusammen aus einem Grundpreis nach Herkunftsland und einem Warenwertzuschlag in Prozent.

Importieren Sie im Postverkehr aus Deutschland beispielsweise DVDs im Wert von 100 CHF, so berechnet die Post zunächst einen Grundpreis von 11.50 CHF und erhebt einen Warenwertzuschlag von 3 %. Die Zollgebühren belaufen sich demnach auf 14.50 CHF (11.50 CHF + 3% von 100 CHF = 14.50 CHF).

3. Wie berechnen Spediteure ihre Zollgebühren?

Bei grossen Warenvolumen transportieren Spediteure die Waren zum Ziel und verzollen diese im Auftrag des Kunden anlässlich der Ein- und Ausfuhr. Für diese Dienstleistung verrechnen die Spediteure ihre Zollgebühren, manchmal auch in Form von Verzollungspauschalen.

Beim «normalen» Einfuhrzollverfahren zunächst nach Anzahl übermittelten Zollanmeldungen.

Meistens sind dort bis zu drei Verzollungspositionen (drei Positionen mit drei unterschiedlichen Zolltarifnummern) im Preis inkludiert.
Die Höhe dieser Grundgebühr bewegt sich zwischen 50 bis 120 CHF.
Für jede weitere Verzollungsposition werden zwischen 5 bis 15 CHF in Rechnung gestellt.

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Da verliert man schnell den Überblick über seine Zollkosten. Bei Importen tritt es häufiger auf, dass Ware falsch deklariert wird und entsprechend falsche Zollabgaben berechnet werden. Das führt zu unnötigen Kosten – oder zu teuren Nachzahlungen. Hier unterstützen wir Sie durch eine Analyse Ihrer Zollkosten.

Bei Einfuhrzollverfahren, die spezielleren Gegebenheiten unterlegen sind, fallen höhere Gebühren an.

  • Für bewilligungspflichtige Waren oder solche, bei denen naturgemäss zusätzliche Abgaben wie zum Beispiel die Spirituosensteuer mit im Spiel sind, verrechnen Spediteure höhere Grundgebühren.
  • Beim Verzollen mittels eines Spezialverfahrens, wie zum Beispiel dem Veredelungsverkehr, fallen teurere Gebühren an.
  • Erfordert ein Zollverfahren zudem ein spezielles Formular wie den Freipass oder ein Carnet ATA, so verrechnet ein Spediteur ebenso höhere Zollgebühren.
  • Alle Änderungen der bestehenden Verzollung, wie Korrekturen oder Umwandlung einer provisorischen Verzollung in eine definitive Zollanmeldung, ziehen ebenso zusätzliche Gebühren nach sich.

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