Zoll­ab­ga­ben

17.04.2019 | Zollwesen | Thomas Woodtli |

Die Zollabgaben werden gerne mit Zollgebühren gleichgesetzt oder dann verwechselt. Deshalb wollen wir diese Begriffe sauber definieren und eine klare Abgrenzung vornehmen. Während wir vorher den Begriff Zollgebühren beschrieben haben, geht es in dieser Beschreibung um die Zollabgaben und um Fragen, die uns oft gestellt werden.

Was sind Zollabgaben?

Der Begriff «Zollabgaben» steht offiziell für die durch die Eidgenössische Zollverwaltung in Rechnung gestellten Zölle, die sich in der Schweiz zumeist aufgrund des Bruttogewichts einer importierten Ware berechnen lassen.

Wie berechne ich die Zollabgaben beim Import in die Schweiz?

Um die Zollabgaben genau berechnen zu können, müssen Importeure für ihre Waren die korrekte Zolltarifnummer ermitteln, die wiederum einen bestimmten Zollansatz vorgibt. Diese Zolltarifnummer finden die Firmen unter der Website www.tares.ch.

Bei­spiel: 250 kg schwere Mem­bran­pumpe auf 15 kg schwe­rer Ein­weg­pa­lette

Eine Membranpumpe wird in die Tarifnummer 8413.5010 eingereiht. In der Detailanzeige zu dieser Zolltarifnummer wird der Zollansatz wie folgt angezeigt:

  • 16.00 CHF je 100 kg brutto

Die Zölle im Handelswarenverkehr berechnen sich in den meisten Fällen aufgrund des Bruttogewichts. Hier ist die Schweiz eines der wenigen Länder, welches Gewichtszölle und nicht Wertzölle kennt.

  • Es ist also nicht nur das Gewicht der Membranpumpe in der Zollanmeldung anzugeben,
  • sondern auch das Gewicht allfälliger Verpackungskartons sowie der Warenträger – mit einigen Ausnahmen.

Das Bruttogewicht ist leicht feststellbar, in dem die Sendung insgesamt gewogen wird,

  • also Membranpumpe (250 kg)
  • und Einwegpalette (15 kg).

  • Bruttogewicht = 265 kg

Die Berechnung sieht demnach wie folgt aus:

  • 2.65 x 16 CHF = 42.40 CHF

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